Esel im Wildpark und Streichelwiese

Esel sind zum Streicheln da

Unsere Esel Paul und Pauline werden auch "Mülleresel" genannt, weil sie ein schwarzes Kreuz auf dem Rücken haben. Die beiden wurden 1995 geboren.

Seit dem 2. Januar 2010 sind unsere Esel zu Dritt: Pauline brachte Fohlen Pia zur Welt, und Papa Paul hat jetzt zwei "Mädels", auf die er aufpassen darf. Auch wenn es um Leckerli geht, drängt er sich nach vorne und schreit lautstark "i-aaa"!

Unsere Esel werden gerne gestreichelt und gestriegelt. Darum sind sie auch - wie unsere Ziegen - auf der Streichelwiese zuhause. Und sie dürfen regelmäßig zur "Fußpflege", nämlich zum Hufschmied.




Eigentlich sind Esel Pferde...

Eselin Pia im Wildpark Westerwald

... zumindest stammen unsere Hausesel von Pferden ab. Das zeigt sich auch am lateinischen Namen, Equus asinus asinus: Equus heißt Pferd. Die Urform unserer Esel stammt übrigens aus Afrika: der Afrikanische Esel, eine wilde Pferdeart.

Tatsächlich haben Esel und Pferde einiges gemeinsam - aber es gibt auch deutliche Unterschiede. So sind beispielsweise die Hufe von Eseln an steinige und unebene Böden angepasst, müssen aber auch regelmäßig gepflegt werden, um sich nicht zu entzünden. Dafür kommen Pferde mit ihren Hufen schneller voran. Was nicht heißen soll, dass Esel "lahme Enten" sind: Immerhin können sie es auf bis zu 50 km/h bringen!

Esel kommen wie Pferde in ganz unterschiedlichen Fellfarben daher: Meist sind sie grau oder braun bis schwarz, manchmal rötlich, und manchmal sogar gescheckt. Weiße Esel sind dagegen selten. Und Esel haben meistens einen Strich mitten auf dem Rücken sowie einen weißen Bauch, weiß umrandete Augen und ein weiß umrandetes Maul. Der Schwanz endet im Gegensatz zum Pferd in einer Quaste.

Mit einer Schulterhöhe von maximal 160cm sind Esel kleiner als Pferde - dafür haben sie die größeren Ohren. Eselsohren eben. Wie die großen Knicke in Büchern und Heften, mit denen schon einmal Seiten markiert werden. Eine Eselsbrücke ist dagegen eher eine Denkhilfe als ein Bauwerk, und ein Drahtesel kein Kunstwerk, sondern ein Fahrrad.

Nachwuchs bekommen Esel frühestens im Alter von 2 Jahren, eher später. Bis zu 14 Monate dauert eine Esel-Schwangerschaft; meistens kommen die Eselfohlen im Frühjahr als Einzelkinder zur Welt; Esel-Zwillinge sind selten. Nach maximal 9 Monaten sind die jungen Esel "flügge" - und wenn sie sich nicht allzu dumm anstellen, können sie deutlich älter werden als Pferde, nämlich über 40 Jahre alt. 

Weitere Unterschiede zwischen Pferden und Eseln sind die Lendenwirbel: Pferde haben einen mehr, nämlich sechs. Esel sind dafür genügsamer und kommen deutlich länger ohne Wasser und Futter aus. Pferde wiederum sind die größeren Hasenfüße und flüchten in Stress-Situationen. Esel dagegen bleiben eher wie angewurzelt stehen. Da hilft kein Bitten und Betteln, auch kein Klaps auf den Hintern: Ein gestresster Esel bleibt stur und steht starr. Ob das nun mutig ist oder dumm, sei dahingestellt.

Schon die alten Ägypter nutzten um 4000 v. Chr. Esel als Haustiere. Mit den Römern kamen sie dann über die Alpen zu uns nach Mitteleuropa. Sie sind nicht nur Lastesel, sondern ziehen auch Wagen und können sogar geritten werden. Immerhin zog Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein. Mit der Zeit stieg man dann beim Reiten auf die schnelleren und kräftigeren Pferde um. Da Esel aber zäher sind als Pferde, wurden sie weiterhin als Lasttiere genutzt.

Nicht nur in Sprichwörtern, auch in der Literatur sind Esel immer wieder vertreten. Ein dummer Esel verhungert, weil er sich nicht entscheiden kann, von welchem von zwei gleich großen und gleich weit entfernten Heuhaufen er zuerst fressen soll. Bei den Bremer Stadtmusikanten war dagegen der Esel der Kluge und der Mutmacher. Manchmal sind Esel sogar Gold wert, zum Beispiel bei den Gebrüdern Grimm: Deren Goldesel produzierte auf ein Zauberwort hin Goldstücke.

Esel-"Familienfotos"

Gackenbacher Eselin Pauline mit Fohlen
Gackenbacher Eselfohlen Pia am Futtertrog
Esel-Papa Paul im Wildpark Westerwald
Weihnachtseselin Pia im Wildpark Westerwald
Familie Esel im Wildpark Westerwald

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Unsere anderen Wildparktiere (alphabetisch sortiert):
Alpakas, Bergziegen, Bienen, Braunbären, Damwild, Goldfasane, Hühner, Iltisse, Kaninchen, Muffelwild, Pommerngänse, Rotwild, Schnee-Eule, Sikawild, Tauben, Vierhornschafe, Wildschweine, Wisente

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